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Über die Geschichte der WL19

 

Alte Quellen erwähnen Nordseefischereiaktivitäten um 1500 auf den Inseln von Ameland und von Vlieland. Es gibt Anzeichen, das um diese Zeit diese Aktivitäten auch vom Festland her aufgenommen wurden. In seinem Buch aus 1664 „Beschrijvinge von Friesland“, von Chr. Schotanus beschreibt er das Leben der Fischer und das Bestehen der Fischereifahrzeuge in den Dörfern von Holwerd, von Wierum und von Pansens. Im Moddergat des 18. Jahrhunderts wird es auch als Fischerdorf beachtet. Die Schiffe von Moddergat und von Paesens bildeten zusammen die „Paesemer“ Flotte. Da die Dörfer keinen Hafen hatten, mussten die Schiffe auf Land gefahren werden. Darum der flache Boden ohne Kiel.

 
 
image WL19 im Winterquartier zu Dokkum
 
 

„Aek“ ist der lokale Name für ein „Schokker“ im nordöstlichen Teil von Friesland. Früher wurde „Schokker“ einfach Fischschiff genannt. Die Aek hatte eine wichtige Rolle in der Fischereigeschichte unserer Regionbis , vom Anfang des 19. Jahrhunderts gut in die Achtzigerjahre gespielt; die Aek ist der Eckstein der Paesemer und Wierumer Flotte gewesen. Die Aek hat einige spezifische Eigenschaften, wie zwei Maste und gerade Prows. Viele Maße für die Rekonstruktion kommen von alten Beschreibungen. Diese Spezifikationen wurden im Friesischen Seefahrtsmuseum in Sneek gefunden.
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Der Untergang der Fischerei

 
 

Kurz nach Mitternacht vom 5. März 1883, fuhr die komplette Küstenfischereiflotte von Paesens, Moddergat und Wierum aus. Zweiundzwanzig Aeks und Blazersetzten Kurs auf den reichen Fangplatz nordöstlich von Borkum.
Die Fischer hatten einen langen Winter ohne Einkommen hinter sich gehabt. Das konstante herrliche Frühlingswetter und die ziemlich gute Wetterprognose verführte die Fischer, um die Segel setzen nach einer langen Zeitspanne von Nichtstun und kein Geld verdienen im Winter. Wenn der Wind vom Nordwesten her auffrischte an diesem 5. März hatten die Fischer einen ganzen Tag mit geringer Ausbeute hinter sich. Trotz des enttäuschenden Fanges fuhren sie bis in den Abend gegen einen Hintergrund eines schweren schwarzen Himmels im Nordwesten weiter. Kurz nach zehn Uhr nachts wurden die Fischer in ihren kleinen, offenen, kaum seetauglichen Segelschiffen, innerhalb von fünfzehn Minuten durch einen nordwestlichen Sturm völlig überrascht. Augenzeugen an Land sagten später, dass große dunklen Wolken, gefüllt mit Hagel und Schnee, über das Meer jagten. Die Nordsee, die sich schnell in ein wütendes Monster, mit Wellen bis 20 Meter hoch veränderte, schlug hart zu. Hatten die Fischer in der schwarzen Nacht noch Hoffnung das sich der Wind am Morgen legen würde, Stattdessen schlug dieser erbarmungslos zu.

Das Schiff “De Twee Gebroeders”, das um 8 Uhr morgens auf Simonszand kenterten und im eiskalten tiefen Wasser verschwand, zusammen mit seiner füenfköpfigen Mannschaft war das erste Schiff. Während der folgenden Stunden schlug das Unglück mit vollen Kraft zu, wodurch fast die ganze Fischereiflotte von Paesens, Moddergat und Wierum unter ging. Total sind 17 von den 22 Schiffen von Paesens und Moddergat gesunken und 87 Fischer ertrunken. Einige Familien hatten alle ihrennlichen Mitglieder in einem Mal verloren. Die Flotte hat sich hier nie von erholt. Die Namen der Ertrunken sind zu finden auf einem Denkmal am Deich in Moddergat und Wierum.

Die WL19 wurde als Ausbildungsprojekt für Langzeitarbeitslosen gebaut und is ein Ode an die Fischer die damals ihr Leben verloren haben.